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Der ideale Laufstil

Die richtige Laufbewegung ist gar nicht schwer. So wie Sie barfuß über eine Wiese laufen ist es richtig. Arm- und Beinbewegung werden hier von Andreas Raelert vorgemacht, der bei den Ironman Weltmeisterschaften auf Hawaii seit 2009 vier mal in Folge auf dem Podium landen konnte.. Alle Bilder und Texte stammen aus der Laufbibel von Dr. Marquardt.

Landephase

der erste Kontakt

Der Oberkörper ist aufgerichtet und nur minimal vorgeneigt. Der Fuß setzt flach auf dem Boden auf und die Fußgewölbe können den Stoß abfangen. Der Unterschenkel steht dabei nahezu senkrecht unter dem Knie, das leicht gebeugt ist. So kann auch das Kniegelenk muskulär gestützt leicht federn und die Stoßkräfte verringern. Der Arm der Gegenseite befindet sich noch oben vor dem Körper. Er ist im Ellenbogen gebeugt und bewegt sich nun wie das Bein zurück.

Stützphase

Stabilität gefragt

Das Knie des Standbeins fängt das volle Körpergewicht ab. Die Oberschenkelmuskulatur stabilisiert dabei das Knie. Auch der Fuß arbeitet an der Stoßdämpfung mit und wird unter muskulärer Spannung einerseits dämpfen, zusätzlich aber den Knöchelbereich stützen und führen. Es folgt eine weitere Rückführung des gegenüber-
liegenden Arms.

Abdruckphase

Hier geben Sie Gas

Das stützende Bein beginnt sich wieder zu strecken. In der Endphase sind bei hohem Tempo sowohl das Knie als auch die Hüfte gestreckt. So erreicht der Läufer eine maximale Schrittlänge. Die Ferse löst sich mit einem kräftigen Abdruck aus der Wadenmuskulatur dynamisch vom Boden. Der Ellenbogen bewegt sich weit nach hinten, so dass ein auffälliges Dreieck entsteht, durch das man schauen kann und das von Rücken, Oberarm und Unterarm gebildet wird ? das so genannte Läuferdreieck.

Früher Schwung

heben Sie die Füße an

Nach einem dynamischen Abdruck
wird das hintere Schwungbein leicht
über die Waagerechte angehoben.
Mindestens wird es bodenparallel
geführt und erleichtert damit den
Vorschwung des Oberschenkels.
Der Arm beginnt seine erneute 
Vorwärtsbewegung in der Schulter.

Mittlerer Schwung

Das Knie bleibt gebeugt

Der Oberschenkel wird nun nach vorn geführt, und damit das Ganze möglichst einfach geht, bleibt der Unterschenkel im Knie angewinkelt. Der gegenseitige Arm wird im Ellenbogen eng gehalten und nach vorn oben geführt.

Später Schwung

Der Schritt bleibt kurz

Der Vorschwung des im Ellenbogen eng geführten gegenseitigen Arms nach oben wird dicht am Körper durchgeführt. Dies unterstützt die Aufwärtsbewegung des vorschwingenden Knies. Der Unterschenkel des Schwungbeins bleibt passiv und schwingt nur bei hohem Lauftempo mit langer Flugphase nach vorn und wieder zurück. Bei niedrigerem Tempo schwingt er vor bis er senkrecht steht und leitet so die Landung mit flachem Fußaufsatz und leicht gebeugtem Knie ein.


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