natural-running-Technik|Der ideale Laufstil

Die richtige Laufbewegung ist gar nicht schwer. So wie Sie barfuß über eine Wiese laufen ist es richtig. Arm- und Beinbewegung werden hier von Andreas Raelert vorgemacht, der bei den Olympischen Spielen in Athen den 7. Platz belegte. Alle Bilder und Texte stammen aus der Laufbibel von Dr. Marquardt.

 

Landephase|der erste Kontakt

Der Oberkörper ist aufgerichtet und nur minimal vorgeneigt. Der Fuß setzt
flach auf dem Boden auf und die Fußgewölbe können den Stoß abfangen. Der Unterschenkel steht dabei nahezu senkrecht unter dem Knie, das leicht gebeugt ist. So kann auch das Kniegelenk muskulär gestützt leicht federn und die Stoßkräfte verringern. Der Arm der Gegenseite befindet sich noch oben vor dem Körper. Er ist im Ellenbogen gebeugt und bewegt sich nun wie das Bein zurück.


 

 

früher Schwung|heben Sie die Füße an

Nach einem dynamischen Abdruck

wird das hintere Schwungbein leicht

über die Waagerechte angehoben.

Mindestens wird es bodenparallel

geführt und erleichtert damit den

Vorschwung des Oberschenkels. Der

Arm beginnt seine erneute Vorwärtsbewegung in der Schulter.

 

Stützphase|Stabilität gefragt

Das Knie des Standbeins fängt das volle Körpergewicht ab. Die Oberschenkel- muskulatur stabilisiert dabei das Knie. Auch der Fuß arbeitet an der Stoßdämpfung mit und wird unter muskulärer Spannung einerseits dämpfen, zusätzlich aber den Knöchelbereich stützen und führen. Es folgt eine weitere Rückführung des gegenüberliegenden Arms. 



 

 

 

 

mittlerer Schwung|Das Knie bleibt gebeugt

Der Oberschenkel wird nun nach vorn

geführt, und damit das Ganze möglichst

einfach geht, bleibt der Unterschenkel

im Knie angewinkelt. Der gegenseitige Arm wird im Ellenbogen eng gehalten und nach vorn oben geführt.

 

Abdruckphase|hier geben Sie Gas

Das stützende Bein beginnt sich wieder zu strecken. In der Endphase sind bei hohem Tempo sowohl das Knie als auch die Hüfte gestreckt. So erreicht der Läufer eine maximale Schrittlänge. Die Ferse löst sich mit einem kräftigen Abdruck aus der Wadenmuskulatur dynamisch vom Boden. Der Ellenbogen bewegt sich weit nach hinten, so dass ein auffälliges Dreieck entsteht, durch das man schauen kann und das von Rücken, Oberarm und Unterarm gebildet wird ? das so genannte Läuferdreieck.

 

 

 

später Schwung|Der Schritt bleibt kurz

Der Vorschwung des im Ellenbogen eng geführten gegenseitigen Arms nach oben wird dicht am Körper durchgeführt. Dies unterstützt die Aufwärtsbewegung des vorschwingenden Knies. Der Unterschenkel des Schwungbeins bleibt passiv und schwingt nur bei hohem Lauftempo mit langer Flugphase nach vorn und wieder zurück. Bei niedrigerem Tempo schwingt er vor bis er senkrecht steht und leitet so die Landung mit flachem Fußaufsatz und leicht gebeugtem Knie ein.

 

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