Rückenschmerz|LWS-Syndrom

Udo dreht und wendet sich vor dem Spiegel. Der oberste Knopf der Sommerhose aus dem letzten Jahr geht nicht mehr zu, der Bauch wölbt sich darüber. Erschrocken über sich selbst, greift er zu seinen Sportklamotten und läuft los. "Beim Laufen verliert man die meisten Kalorien" hatte ihm ein Freund erklärt. Nach zwei Wochen regelmäßigen Trainings fühlt Udo sich in seinem Körper schon viel wohler. Wenn da doch diese Rückenschmerzen nicht wären! Auf Anraten des Freundes sucht Udo einen Bewegungsanalysten auf. Nach ausführlichem Vorgespräch und Laufbandanalyse steht die Diagnose fest: LWS-Syndrom durch Schwäche der Haltemuskulatur!

 

Checkliste|Symptome

-Schmerzen im Bereich der Lendenwirbelsäule
-Schmerzausstrahlung in Gesäß und Beine
-Overcrossing
-Becken sinkt stark zur Spielbeinseite ab
-übermäßiges Hohlkreuz

 

Checkliste|Ursachen

-schwache Rumpfmuskulatur
-schwache Gesäßmuskulatur
-verkürzte Hüftlendenmuskulatur
-verkürzter Oberschenkelstrecker
-schwache Abduktoren
-passive Lauftechnik
-Übergewicht

 

Checkliste|Therapie

-Kräftigung der Rumpfmuskulatur
-Gewichtsreduktion
-Koordinationsübungen
-Optimierung der Lauftechnik
-Kräftigung der Adduktoren
-Stretching

 

Hab' ich das?|Genaue Symptome des Rückenschmerzes

Schmerzen im Bereich der Lendenwirbelsäule: Die Wirbelsäule verläuft in einer doppelten S-Form, die ihr hohe Stabilität und Belastbarkeit verleiht. Bei ausgeprägten muskulären Dysbalancen entstehen hier schnell Schmerzen.

Schmerzausstrahlung in Gesäß und Beine: Schmerzen im unteren Rücken können viele Ursachen haben. Dazu gehören auch Reizungen der Nerven, die Beine und Po innervieren. In diesem Fall projizieren die Nerven den Schmerz in diese Areale, das Problem liegt trotzdem im Rücken.

Overcrossing: Bei diesem Begriff aus der Bewegungsanalyse handelt es sich um das Übertreten des Standbeins über die Mittellinie (vom Scheitel zur Sohle). Es ist ein deutliches Zeichen für schwache Adduktoren und Beckeninstabilität. Beides führt zu Rückenschmerzen.
 
Becken sinkt stark zur Spielbeinseite ab: Diese Laufverhalten kennt man von Models auf den Laufstegen. Es ist ein deutliches Zeichen für schwache Adduktoren und Beckeninstabilität. Beides führt zu Rückenschmerzen.

übermäßiges Hohlkreuz: Durch die doppelte S-Form der Wirbelsäule hat jeder Mensch ein leichtes Hohlkreuz im Lendenbereich. Wenn es zu stark ausgeprägt ist, entsteht zu viel Druck auf Wirbelkörper, Zwischenwirbelscheiben, Nerven und Muskulatur.


Was kann ich tun?|Ursachen und Therapieoptionen

Schwache Rumpfmuskulatur: Den Rumpf des Läufers muss man sich als Baum vorstellen, an dem vier Schaukeln schwingen (zwei Arme, zwei Beine). Nur ein starker Baumstamm kann vier schwingende Pendel gleichzeitig kontrollieren. So ist es auch mit Ihrem Körper! Nur ein stabiler Rumpf führt langfristig zu beschwerdefreiem Laufen. Kräftigen Sie jetzt ihre Rumpfmuskulatur! (»mehr)


schwache Gesäßmuskulatur: Oft gehen die Schwächen von Gesäß-und Bauchmuskulatur miteinander einher und führen dann zur Hohlkreuzbildung. Diese Position ist unnatürlich und schmerzt im unteren Rücken. Kombinieren Sie Rumpfübungen (»mehr) mit den Übungen für die Streckerkette (enthält Gesäßmuskulatur) (»mehr)!


verkürzte Hüftlendenmuskulatur: Wir leben in einer sitzenden Gesellschaft, die an typischen Stellen zu Muskelverkürzungen neigt. Dazu gehören die Hüftlendenmuskulatur und der Oberschenkelstrecker. Gönnen Sie beiden Muskelgruppen nach dem Training eine Stretchingeinheit (»mehr) und kräftigen Sie die Gegenspieler, die sogenannte Streckerkette (»mehr).


schwache Abduktoren: Die Abduktoren liegen an der Außenseite des Oberschenkels und können das Bein zur Seite abspreizen. Während der Laufbewegung stabilisieren sie das Bein im Becken. Bei instabilen Abduktoren kommt es zum Absinken des Beckens auf der Schwungbeinseite! Vermeiden Sie diese Schwäche, indem Sie den Seitstützhampelmann (»mehr) in Ihr Training integrieren.


passive Lauftechnik: Kommen Sie mit gestrecktem Bein und der Ferse zuerst auf dem Boden auf? Wie tief hocken Sie im Knie während der Stützphase und neigen Sie zu einem Rundrücken? Lassen Sie von einem Bewegungsanalysten Ihre Lauftechnik untersuchen! Er zeigt Ihnen, welche Technikfehler Ihre Beschwerden auslösen und verhilft zu schmerzfreiem Laufen! (»mehr)


Übergewicht: Laufen Sie mit dem Ziel der Gewichtsreduktion? Das ist gut! Bedenken Sie aber, dass das hohe Gewicht Ihre Gelenke, Bänder und Sehnen belastet. Wahrscheinlich sind sie auch nicht ausreichend muskulär gesichert. Das können wir ändern! Besuchen Sie unser natural-running-Laufseminar und lernen Sie die schmerzfreie Welt des Laufens kennen! (»mehr)


 

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