Sicherheit im Lauflabor|für Patienten und Analysten

Die Analyse von Sportlern in einem Lauflabor dient dem Zweck die Bewegung des Läufers genau zu untersuchen, um ihn dann gezielt von seinen Schmerzen zu befreien. Den Sturz des Patienten durch unsachgemäße Bedienung des Laufbands, ungenügenden Fallschutz oder einfach nur durch ein unglückliches Stolpern gilt es unbedingt zu vermeiden! Denn allen Analysten sei gesagt: Nicht nur der Patient hat danach den Schaden, sondern gegebenfalls auch Sie als Analyst, der für diesen Unfall haftbar gemacht werden kann.

Seien Sie umsichtig und lesen Sie aufmerksam unsere Hinweise für eine sichere und gesunde Bewegungsanalyse. Sorgen sie vor, sodass ihr Patient das Lauflabor mit einem Lächeln und keiner weiteren Verletzung wieder verlässt!

 

allgemeine Sicherheit|um und am Laufband

Laufbänder sind technisch anspruchsvolle Maschinen mit starkem Antriebsmotor. Sie halten nur an, wenn das Bedienpersonal dazu den richtigen Befehl gibt. Hieraus ergeben sich bereits einige Gefahrenpunkte, die es zu kennen und zu umgehen gilt. Dazu gibt es an einem für das Lauflabor geeigneten Laufband-Ergometer bereits einige unverzichtbare Vorrichtungen.

Den Handlauf gibt es an mindestens einer Seite. Sollte der Handlauf wegen der Kameraausrichtung an der zweiten Seite fehlen muss für das Tragen eines Sturzgeschirrs gesorgt werden.

Der gesetzlich vorgeschriebene Sturzraum hinter dem Laufband beträgt 200 cm. Bei Anlegen eines Sturzgeschirrs verkürzt sich dieser auf 50 cm.

Das Laufband wird ausschließlich von geschulten Personen bedient. Aber auch der Läufer muss eine minimale Einführung in die Bedienung des User-Terminals erhalten und den Not-Stopp-Schalter kennen. Dieser unterbricht bei Betätigung sofort die Stromzufuhr und stoppt das Laufband.

Gefahrenhinweise finden sich an potentiell gefährlichen Stellen, wie beispielsweise am Einzugspalt des Laufgurtes.

Einmal pro Jahr wird ein medizinisch genutztes Laufband durch den Hersteller geprüft. Neben Laufgurt und Antriebmotor wird hierbei auch das Display auf Funktionstüchtigkeit und Genauigkeit geprüft.

Eine oft genutzte Funktion ist der Rückwärtsgang.Dieser ist durch eine Hürde gesichert (e.g. Schlüssel an der Rückseite des Bedienterminals) und wird vor Beginn durch ein Tonsignal angekündigt.


 

Sturzgeschirr|-ohne geht nichts

Der Brustgurt gehört zu den unumgänglichen Anwendungen während einer Laufanalyse. Seine Anwendung ist einfach und sicher und sollte nicht als lästige Maßnahme abgelehnt werden.

Der Analyst legt dem Patienten vor Beginn der Laufanalyse den Brustgurt an. Dieser wird über eine Zugleine und den Sicherheitsbügel über dem Laufband während der gesamten Laufeinheit gesichert. Sollte der Läufer stürzen wird er abgefangen und das Laufband automatisch zeitgleich gestoppt.

Beim Anlegen des Brustgeschirrs (im Stehen) darf die Zugleine nicht zu stramm sitzen, da sonst keine reibungslose Laufbewegung möglich ist. Der Brustgurt schneidet nicht ein und soll den Läufer nicht behindern, sondern schützen.
Vor Beginn der Analyse wird der Patient gebeten eine "Fallprobe" durchführen, indem er sich kontrolliert aus dem Stehen nach unten sacken lässt und dabei auch selbst bemerkt, dass das System durch den Zug an der Zugleine das aktuelle Programm abbricht.
Ein weiterer Vorteil des Brustgurtes ist, dass der Läufer bei einem Sturz nicht nach vorne überkippen kann.
Patient und Analyst können nun sichersein, dass im Falle eines Sturzes keine Gefahr von einem weiterschleifenden Laufband ausgeht.

Durch das Anbringen eines Sturzgeschirrs werden Mindestanforderungen an die Raumhöhe gestellt, die man bei der Wahl der Laborräume beachten sollte. Die Mindesthöhen variieren dabei von 257cm bis 310 cm zwischen den Laufbandtypen.

 

Richtlinien, Normen,|Zertifikate

Im Labor eines Bewegungsanalysten steht ein Laufband für den Einsatz im "medizinischen Bereich". Diese Ergometer unterliegen strengen nationalen und internationalen Richtlinien und Normen. Hersteller, die diesem Anspruch entsprechen werden zertifiziert und auch jeder Laufbandtyp unterliegt definierten Standards.

Achten Sie bei Ihrem Hersteller auf folgende Normen:

- EN 957-1 und EN 957-6: diese Normen regeln Sicherheitsaspekte, Genauigkeit der Anzeigen und einige minimal und maximale Abmessungen.

- EN 6060-1 für elektromagnetische Verträglichkeit. Hierbei wird sichergestellt, dass das Laufband keine Störungen über Magnetfelder oder die Netzleitung in der Umgebung auslöst.

- EU Richtlinie 93/42 EWG und das MPG (Medizinproduktegesetz) regeln das Inverkehrbringen von Medizinprodukten in der EU

- EN 60601-1-2 für programmierbare elektromedizinische Systeme

- EN 60601-1-6 regelt die Gebrauchstauglichkeit von elektromedizinischen Geräten

- EN 62304 für Entwicklung und Wartung von Software für Medizinprodukte

- EN 14971 für das Risikomanagement von Medizinprodukten

Außerdem sollte das Laufband ein CE-Zeichen mit vierstelliger Nummer tragen, wenn es mit Herzfrequenzmessung und -steuerung arbeitet.

 
 
 
 

Laufseminar-Suche

Art

Ort

Dr.Marquardts Tipp

Trainieren Sie Ihre Stabilität auf dem natural-running-Stabitrainer. Die richtige Stabilisation lässt Sie sicher laufen.
» mehr erfahren